News

"Schnell stubenrein"

Das neue Jahr hat sehr spannend für uns begonnen. Wir dürften viele neue Kunden in den Dogs Nature Trainings begrüssen, und dementsprechend auch wieder zahlreiche neue Hundwelpen. Dies hat uns zu unserem aktuellen Thema inspiriert - Stubenreinheit.

Japan

Sich einen kleinen Welpen ins Haus zu holen, bedeutet nicht nur Freude, sondern auch viel Arbeit. Vielen Hundehaltern ein wichtiges Thema hierbei ist, das Jungtier stubenrein zu bekommen. Das ist aber gar nicht so einfach. Wann sollte man damit anfangen? Woher weis ein Hundewelpe, dass er sein Geschäft draussen erledigen muss und nicht in der Wohnung, wie eine Katze?

Wie lange es dauert, bis ein Hund stubenrein wird, hängt sicherlich vom einzelnen Hund ab – aber noch viel mehr von seinem Halter. Je mehr Zeit und Aufmerksamkeit Sie dieser Aufgabe widmen, desto schneller werden Sie erfolgreich sein.


Stubenreinheit bei Hunden:
Die Stubenreinheit ist ein natürliches und angeborenes Verhalten. Hunde sind von Natur aus sauber und wollen ihren Aufenthaltsbereich nicht beschmutzen. Sie entfernen sich instinktiv vom Lager des Rudels weg um zu urinieren oder Kot abzusetzen. Nutzen Sie diesen Instinkt.

Die entscheidende Grundlage des "Sauberkeitstrainings" ist, dass der Hund mit der Präferenz für ein bestimmtes Material beginnt. Der Mensch kann Einfluss darauf nehmen, indem er dem Hund zeigt, wo er sich lösen darf und ihn dolle lobt, wenn er es richtig gemacht hat.

Bestrafungen sind, egal welcher Art, auch bei der Sauberkeitserziehung sinnlos und sogar tierschutzrelevant. Es ist nicht die Schuld des Hundes, sondern vielmehr das Versagen der Züchter, beziehungsweise der Besitzer, wenn der Hund dem natürlichen Bedürfnis an einem nicht erwünschtem Ort nachgibt. Strafen sind immer kontraproduktiv, da sie nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Besitzer und Hund empfindlich stören, sondern sie führen zu Angst und Stress. Dies schafft Blockierungen des Ausscheidungsverhaltens und verzögern oder verhindern sogar eine gute Konditionierung auf einen erwünschten Untergrund.

Verbale oder physische Strafen von Welpen als Erziehungsmethode (verbales Schelten mit lautstarker Stimme oder Schreien, in die Hände Klatschen, Schlagen mit Zeitungen, Welpen mit der Nase in Pfütze drücken, im Nackenfell schütteln) nach Feststellung der Unsauberkeit sind ineffektiv und kontraproduktiv. Bedeutet doch Strafe doch eine zusätzliche Verstärkung der Stresssituation und generelles Unverständnis auf beiden Seiten. Der Hund lernt im Übrigen keinesfalls das, was der Mensch in diesem Moment erwartet. Seine Lernerfahrungen lauten dann nur: "...menschliche Hände sind unberechenbar und gefährlich, der Teppich als Ort war keine gute Idee und ...das nächste Mal lass ich mich nicht erwischen und warte bis ich allein bin...".

Wenn ein Malheur bereits passiert ist, sollte dieses kommentarlos entfernt, die verunreinigten Stellen gründlich gereinigt und vor allem alle Gerüche beseitigt werden (sonst passiert es immer wieder an diesem Ort).

Wie merke ich dass der Hund „muss“:
Der Hund sollte die ganze Zeit über beobachtet werden, um ihn bei geringstem Verdacht nach draussen zu befördern. Es ist empfehlenswert den Aktionskreis des Hundes innerhalb der Wohnung etwas einzuschränken. Möglichkeiten wären ein Zimmerkäfig (Kindergitter bzw. Laufgitter für Hunde). Diesen Ort sollten Sie so angenehm wie möglich für den Hund gestalten (Kauknochen, Spielsachen, Höhlen, Futterschale), damit er dies nicht als Strafmassnahme falsch interpretiert.

Dieser Schlaf-, Spiel- und Fressplatz wird in der Regel von Hunden nicht verunreinigt. Bitte sperren Sie Ihren Hund natürlich nicht permanent in diesen "Laufstall", sondern lassen Sie ihn schrittweise im Laufe der Tage zunächst nur in einem, später in allen Räumen die Sie definieren, sich bewegen. Diese Vergrösserung des Aktionsradius ist natürlich abhängig vom Stand des Sauberkeitstrainings.

Wie kann ich die Stubenreinheit unterstützen:
Das Fütterungsmanagement muss dahingehend geändert werden, dass der Welpe keine Abendfütterung mehr erhält (letzte Gabe gegen 16.00 Uhr), womit man den Kotdrang in der Nacht minimieren kann. Nach einer zugestandenen Fütterungszeit von maximal 15 Minuten wird die Schale oder der Futterbeutel weggenommen, der Hund sorgfältig beobachtet und alle 15 Minuten die erwünschte Stelle draussen aufgesucht. Zusätzlich kann es nötig sein, nachts langsam die Intervalle bis zum Morgen zu verschieben. Beachte: Der Welpe muss jedoch ungeachtet seines Unsauberkeitsproblems immer genügend Wasser zum Trinken zur Verfügung haben!

Das Grundprinzip des Sauberkeitstrainings ist es, den Welpen zur richtigen Zeit (anfangs alle halbe bis volle Stunde, bei beginnender Unruhe, jedes Mal nach der Fütterung) an den richtigen Ort mit erwünschtem Untergrund (Wiese, Gras, Erde, Sträucher, etc.) zu tragen. Das heisst, nach dem Schlafen, nach dem Spielen,  sofort wenn er erwacht, nach jedem Fressen und sobald er mit tiefer Nase am Boden sucht.

Immer Loben!!
Wenn der kleine Welpe sich and er gewünschten Stelle löst immer ganz doll loben. Sie können sogar mit dem Auftrainieren eines "Lösungswortes"  ("Fein A-A Machen" oder "Mach  Pipi" während er Kot- bzw. Urin absetzt) eine positive Konditionierung erzielt werden. so kann sich der Hund später auf Ihren Wunsch lösen und Sie können bestimmen wo dies gesehene soll, und eben auch wo nicht.

Viele Besitzer geben ihren Hunden nicht die Möglichkeit der Suche nach einem geeigneten Platz für Kot- und Harnabsatz, dabei sollte dem Hund genügend Zeit zur Versäuberung gegeben werden. Stressreize sollten vermieden werden. Es gibt Hunde, die sich erst zu Hause sicher und geborgen fühlen und demnach auch die "Geschäfte" in Ruhe daheim erledigen wollen. Welpen, als kleine und potentiell rangniedrigere Hunde, haben häufig Angst, sich an den Stellen zu lösen, die bereits einige ältere und selbstbewusste Hunde als Toilette nutzen. Sie sparen sich das Pipi dann auf, bis sie zu Hause in Sicherheit sind, und nehmen lieber die Strafe des Besitzers in Kauf.
Geben Sie Ihrem Liebling deshalb genügend Möglichkeiten und Zeit sich in Ruhe zu entleeren.


Wann ein Welpe mit ziemlicher Sicherheit „muss“:

  1. Sofort morgens nach dem Schlafen
  2. Sofort nach jedem (noch so kurzen) Schläfchen
  3. Wenn er im Wasser war oder gebadet wurde
  4. Nach dem Essen
  5. Nach dem Spielen oder Üben
  6. Wenn er suchend und schnüffelnd herumläuft
  7. Wenn er sich in kleinen Kreisen zu drehen beginnt (höchste Eisenbahn!)
  8. Wenn er sich hinzuhocken anschickt
  9. Wenn er irgendwie nervös und unsicher wirkt, vor sich hinjammert oder sichtlich unruhig wird
  10. Wenn er längere Zeit irgendwo alleine war und man beispielsweise nach Hause kommt

 

Nehmen Sie Ihren Hund dann immer auf dem Arm und tragen Sie ihn an die von Ihnen definierte Lösungsstelle. Keine Angst – kein Hund wird sich auf Ihrem Arm lösen!

Ein zusätzlicher  Tipp, Sie sollten das Haus immer durch die gleich Tür verlassen. Diese Tür sollte die sein, die Sie immer beim raus gehen verwenden es könnte nämlich passieren dass Ihr Hund anfängt an Türen zu kratzen um darauf Aufmerksam zu machen das er dringend muss.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund viel Erfolg!  :-)